Würde für einen jungen Erwachsenen bedeutet eigenverantwortlich und selbstständig leben.

Wirkung

Ein eigenverantwortliches und selbstständiges Leben für die jungen Menschen.

Grund zum Feiern

Grund zum Feiern

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Investition in die Zukunft

Jeder und jede Jugendliche, der oder die auf dem persönlichen und beruflichen Weg zu einem eigenverantwortlichen und selbstständigen Leben in Würde findet, ist für uns ein Grund zum Feiern.

In welcher Ecke der Welt die Jugendlichen schliesslich leben werden, ist für uns zweitrangig. Eine Investition in Ausbildung und Beruf ist die wirksamste Form der Friedensarbeit und Entwicklungshilfe und immer eine gute Investition in die Zukunft unserer Gesellschaft.

Investition in die Ausbildung ist die beste Voraussetzung für ein eigenständiges Leben.

Wirkungsziele

Wirkungsziele

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Investition in die Jugend ist die beste Form der Entwicklungszusammenarbeit und von zentraler Bedeutung, da jede Generation ihr Hier und Jetzt gestalten muss.

  • Menschen mit einer belastenden Jugend sollen die Rahmenbedingungen erhalten, damit sie eine positive Zukunft gestalten können.
  • Persönlichkeitsbildung basiert auf «Selbstempowerment». Wir möchten daher jedem Jugendlichen die Möglichkeit geben, sich seinen Fähigkeiten und Interessen entsprechend zu entwickeln.
  • 80 % der im Rahmen unseres Programms unterstützten jungen Menschen sollen 6 Monate nach Ausbildungsabschluss einen festen Arbeitsplatz haben und ihr Leben unabhängig von der Fürsorge gestalten können.
  • 30 % der investierten Mittel sollen nach 5 Jahren durch die ehemaligen Stipendiaten beigesteuert werden, die in der Schweiz leben und arbeiten (Selbsthilfe).

Persönlichkeitsbildung basiert auf Selbstempowerment

Aktuelle Stipendiaten

Aktuelle Stipendiaten

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Geschichten, die das Leben schreibt

Abdi steht in der Malerlehre
Abdi kam als unbegleiteter Minderjähriger im Alter von 16 Jahren aus Eritrea in die Schweiz, in seiner Heimat war er nur während zwei Jahren zur Schule gegangen. In der Schweiz lebte er zuerst in einer sozialpädagogisch betreuten Lebensgemeinschaft (SPLG). Heute lebt er zusammen mit einem Freund in einer kleinen Wohngemeinschaft und wird durch seine Bezugsperson aus der SPLG weiter begleitet. Dank einer individuellen Förderplanung konnte er die schulischen Basiskenntnisse innerhalb von zwei Jahren aufarbeiten und absolviert nun eine Lehre als Maler. Er wird von seinem Arbeitgeber beruflich stark gefördert, und wir ermöglichen ihm mit unserem Fonds, dass er sich weiterhin sprachlich verbessern und bei der Bewältigung seiner schulischen Anforderungen unterstützt werden kann.

Jenny und Mario
Als Jenny und Mario neun bzw. sieben Jahre alt waren, starb ihre Mutter. Ihr Vater reiste mit seiner neuen Partnerin ins Ausland aus; die Kinder liess er in der Schweiz zurück.
Die Geschwister wuchsen bis zu ihrer Selbstständigkeit in einer Pflegefamilie des Vereins tipiti in der Ostschweiz auf. Beide waren gut in der Schule. Der Sozialdienst stellte den beiden die Kosten für ihren Lebensunterhalt während der Ausbildungszeit seit ihrem achtzehnten Geburtstag in Rechnung, sodass beide heute Schulden haben. Damit sie ihre Ausbildung trotzdem machen können, unterstützt der Ausbildungsfonds sie mit Stipendien für ihren Lebensunterhalt und die Ausbildungskosten. Daneben verdienen beide etwas mit Studentenjobs dazu.
Jenny studiert heute Psychologie an der Universität Zürich, Mario machte eine kaufmännische Lehre, absolvierte dann die Berufsmatura und bereitet sich derzeit auf den Pilotenberuf vor.

Bis heute konnten wir dank viel privatem Engagement jährlich 20 bis 30 Stipendiaten unterstützen.

 

Mit Unterstützung erfolgreich auf Kurs.

Ehemalige Stipendiaten

Ehemalige Stipendiaten

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Aus früheren Ausbildungsprogrammen

Mirness
Mirness lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern achtzig Kilometer von Sarajewo entfernt in der Stadt Zenica in Bosnien-Herzegowina und arbeitet dort bei der Gemeindeverwaltung.
Als Elfjähriger war er 1992 zu Beginn des Bosnienkrieges ohne Familie in die Schweiz gekommen. 1997 musste er unser Land wieder verlassen und lebte daraufhin in einem Heim in Bosnien. Im Alter von 18 Jahren wurde er ohne Ausbildung und ohne weitere Unterstützung aus dem Heim entlassen.
Dank der langjährigen Begleitung und Förderung durch seine Pflegefamilie in der Schweiz - auch nach seiner Rückkehr nach Bosnien - und mithilfe der Unterstützung bei seiner Ausbildung durch private Spender konnte Mirness das Gymnasium absolvieren, die Matura nachholen und ein Wirtschaftsstudium abschliessen. Dadurch fand er eine qualifizierte Arbeit bei der Stadt und führt heute das Leben eines engagierten Bewohners im Nachkriegsland, in dem viele Menschen mit Schwierigkeiten kämpfen müssen.

Amer
Amer flüchtete während des Krieges aus Bosnien und Herzegowina und konnte in der Schweiz die Matura abschliessen. Darauf kehrte er in seine Heimat zurück und studierte mit unserer Unterstützung Geschichte und Journalismus. Heute hat Amer in Bosnien und Herzegowina eine wichtige staatliche Funktion inne. Er ist verheiratet und hat 2 Kinder.

Sanjin
Sanjin kam als MNA aus Bosnien und Herzegowina in die Schweiz. Wir ermöglichten ihm in unserem Land die Ausbildung an einer Handelsschule, danach musste er die Schweiz wieder verlassen. Aber wir unterstützten Sanjin weiterhin, damit er seine Ausbildung in Bosnien und Herzegowina und in Wien weiterführen konnte. Heute lebt Sanjin in Amerika und arbeitet als Finanzchef für ein grösseres Industrieunternehmen. Er ist verheiratet und Vater zweier Kinder.

Mirza
Mirza kam mit seinem Zwillingsbruder in die Schweiz, nachdem sein Vater in Bosnien und Herzegowina umgebracht worden war. Mirza wurde von uns begleitet und während seiner Ausbildung unterstützt. Nach der Handelsschule und dem erfolgreichen Abschluss an einer kantonalen Wirtschaftsschule absolvierte er ein Masterstudium an der Hochschule St. Gallen und ist heute in leitender Stellung in einem grösseren internationalen Treuhandunternehmen in der Schweiz tätig.

Denis
Denis kam als 14-jähriger Jugendlicher in die Schweiz. Er schloss in Genf die Matura ab und absolvierte anschliessend eine Ausbildung im Gesundheitswesen und in Informatik. Danach gründete er eine eigene Spitex-Firma, die heute über 100 Personen beschäftigt.

 

Fördermassnahmen wirken.